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„Du bist zu wählerisch!“ – Warum Single-Frauen solche Sätze verletzen und was wirklich dahinter steckt

Aktualisiert: 23. Nov. 2025

„Du bist zu wählerisch.“

„Irgendwann passiert es von allein.“

„Jeder Topf findet seinen Deckel.“


Sätze, die leicht gesagt werden und schwer zu verdauen sind. Sie kommen beiläufig, oft liebevoll gemeint. Doch sie treffen einen Punkt, den viele Single-Frauen gut kennen:

Das leise Gefühl, nicht ganz richtig zu sein.


Nicht, weil du einsam sein willst. Sondern weil die Gesellschaft dir ständig vermittelt, dass ein Leben ohne Beziehung unvollständig wäre.


Das Single-Stigma lebt – subtiler als früher, aber es lebt.

Ob „Langzeit-Single“ oder „Dauer-Single“: Kaum eine Frau, die lange allein lebt, bleibt von Bewertungen verschont.

„Mit ihr muss ja was nicht stimmen…“

„Sie hat sicher Angst vor Nähe.“

„Vielleicht ist sie zu unabhängig.“


Manchmal sind es die Stimmen im Außen. Manchmal ist es die Stimme in deinem Kopf.

Und irgendwann fragst du dich vielleicht selbst:

„Mach ich etwas falsch?“

„Warum klappt es bei anderen und bei mir nicht?“


Diese Fragen tun weh. Und sie können das Gefühl von Einsamkeit verstärken, selbst wenn du Menschen um dich hast.


Was, wenn du gar nichts falsch machst?

Was, wenn nicht „Partnerschaft fehlt“, sondern Zugehörigkeit zu dir selbst.

Was, wenn das Problem nicht dein Single-Sein ist, sondern die Idee, dass Single-Sein ein Mangel wäre?


Perspektivwechsel: Vom Defizit zur inneren Fülle

Wir leben noch immer mit alten Bildern:

Partnerschaft = Glück

Kinder = Vollständigkeit

Single sein = Zwischenzustand


Dabei ist das Leben längst vielfältiger, freier, bunter geworden. Frauen leben selbstbestimmt, wählen Karrieren, Wege, Modelle, die früher undenkbar waren.


Und trotzdem hält sich der Mythos:

„Erst mit einem Partner beginnt das richtige Leben.“


Dabei beginnt das richtige Leben genau dort, wo du dich selbst erkennst.


Single-Sein als Raum – nicht als Lücke

Was, wenn die Zeit des Alleinseins nicht bedeutet, dass dir etwas fehlt, sondern dass dir etwas zur Verfügung steht:

Zeit für dich. Für Klarheit. Für innere Freiheit. Für deinen Weg.


Es geht nicht darum, den Wunsch nach einer Beziehung abzulegen. Sondern darum, dich selbst nicht hinten anzustellen.

Die entscheidenden Fragen könnten sein:

Kannst du für dich einstehen?

Weißt du, was du willst?

Fühlst du dich vollständig, auch ohne Beziehung?


Denn:

Du bist kein halbes Puzzle. Du bist bereits ganz.


Deine Susanna

 
 
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